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Agentur für Arbeit und Services GmbH
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26.01.2018

Waren das nicht noch luxuriöse Zeiten, als Arbeitgeber eine simple Stellenausschreibung in der Zeitung oder auf einem Onlineportal veröffentlichen mussten und prompt hatten sie hunderte brauchbare Bewerbungen im (elektronischen) Briefkasten?! So mancher Recruiter wird bei dem Gedanken an die Vergangenheit wehmütig, denn mittlerweile ist es in vielen Branchen eine wahre Kunst, noch ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Das Employer Branding, sprich der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke, gewinnt in diesem Zuge rasant an Bedeutung. Arbeitnehmer suchen nach mehr als „nur“ einem Arbeitsplatz – und nach mehr als einer Standardabsage.

Gerade die jungen Berufseinsteiger, die sogenannte Generation Y, wollen im Berufsleben mittlerweile mehr als Geld, Ruhm oder Macht. Das bedeutet nicht, dass sie nicht ebenfalls einen hierarchischen Aufstieg und eine klassische Karriere anstreben. Doch sie wünschen sich zusätzlich einen tieferen Sinn in ihrer Arbeit, Raum für Selbstentfaltung und ein Gefühl der Gemeinschaft. Sie fordern Flexibilität, eine ausgewogene Work-Life-Balance und Anerkennung im Beruf ein. Alles in allem setzen sie Ansprüche durch, welche die Arbeitnehmer anderer Generationen vielleicht auch gerne gehabt hätten, doch sie befanden sich schlichtweg nicht in der entsprechenden Machtposition. Dank Fachkräftemangel ändert sich das jetzt und wenn ein Arbeitgeber diese hohen Ansprüche nicht erfüllen kann, wandert ihm die Belegschaft kurzerhand zur Konkurrenz ab. Das Machtgefüge hat sich also gedreht und der Arbeitgeber muss mit einer starken Marke und einem überzeugenden Employer Branding punkten. Und was hat damit jetzt die Standardabsage zu tun?

Standardabsagen sind Gift für das Employer Branding 
Ganz einfach: Wenn Sie überhaupt in der Position sind, Bewerbern eine Absage zu versenden – was ja schon einmal ein gutes Zeichen ist – sollten Sie sich deren Bedeutung für Ihr Employer Branding bewusst sein. Eine Standardabsage suggeriert dem Bewerber, Sie hätten sich nur wenig Zeit für ihn genommen und er sei Ihnen keine weitere Begründung wert. Klar, dass Sie diesbezüglich vorsichtig sein müssen, um Diskriminierungsvorwürfe zu vermeiden. Doch ein Minimum an Individualität und Originalität schadet nicht. Sie hinterlässt im Gegenteil sogar einen positiven Eindruck und Ihre Chancen steigen, dass sich der Bewerber zu einem anderen Zeitpunkt auf eine besser passende Position erneut bewirbt. Zudem wird er mit höherer Wahrscheinlichkeit gegenüber Dritten positiv über Sie sprechen und dadurch Ihr Image aufwerten. Andersherum bei einer Standardabsage: Diese rufen häufig negative Gefühle wie Frust oder Wut beim Empfänger hervor. Er macht ihnen eventuell im Freundeskreis, in Internetforen oder bei anderen Gelegenheiten Luft und schadet damit Ihrem Employer Branding. Es schadet also keinesfalls, mit den Absagen in Zukunft ein wenig kreativer und vorsichtiger umzugehen. 

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