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Agentur für Arbeit und Services GmbH
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Burnout: Eine simple Massnahme kann schützen
01.03.2018

Das Burnout-Syndrom ist in der westlichen Geschäftswelt beinahe zur neuen Modekrankheit geworden. Viele Menschen sehen es quasi als Statussymbol, mindestens einmal in ihrem Leben an einem Burnout zu erkranken – schliesslich steht es angeblich für besonders viel Fleiss sowie Aufopferungsbereitschaft für den Job. Gleichzeitig wird es in unserer Gesellschaft, die von Menschen verlangt, zu „funktionieren“ wie ein Roboter, als Zeichen der Schwäche angesehen, wenn plötzlich die Krankmeldung wegen Erschöpfung im Briefkasten liegt. Aus Arbeitgebersicht bedeutet das natürlich in erster Linie hohe Kosten. Auf den zweiten Blick lohnt es sich aber auch, einmal die eigenen Strukturen im Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn an einem Burnout-Syndrom ist der Betroffene nicht immer (ausschliesslich) selbst schuld.

Burnout-Prävention setzt natürlich beim Arbeitnehmer an, dennoch kann auch der Arbeitgeber hierbei eine tragende Rolle spielen. Nicht selten sind nämlich Probleme wie eine zu hohe Arbeitslast oder Mobbing am Arbeitsplatz die Verursacher der Problematik. Da kann sich der Arbeitnehmer in seiner Freizeit noch so viel Entspannung gönnen: Wenn er 35, 40 oder 45 Stunden pro Woche an einem Arbeitsplatz verbringt, der ihn krank macht, werden solche Massnahmen zur Prävention nicht ausreichend sein. Für den Arbeitgeber bedeutet das: Er muss sich an die eigene Nase fassen, wenn das Burnout-Syndrom in der Belegschaft um sich greift. Vielleicht muss er mehr Mitarbeiter einstellen, um die Individuen zu entlasten. Eventuell müssen Prozesse umstrukturiert werden. Manchmal bedarf es auch einer neuen Strategie zur Verbesserung des Betriebsklimas. So oder so kann sich ein Arbeitgeber nicht einfach aus der Verantwortung ziehen.

Welche Rolle spielt die Anerkennung?

Ein wichtiger Aspekt, den nur die wenigsten Arbeitgeber bislang mit dem Burnout-Syndrom in Verbindung bringen, ist die Anerkennung. Neueste Studien konnten nämlich herausfinden, dass mangelnde Anerkennung im Job den Stress des Arbeitnehmers deutlich erhöht und dadurch die Entwicklung eines Burnout-Syndroms begünstigt. Andersherum bedeutet das: Führungskräfte müssen ihren Mitarbeitern wieder mehr Anerkennung zukommen lassen. Dadurch senken Sie deren Stresspegel, erhöhen ihre Motivation sowie Zufriedenheit und fördern somit indirekt deren Gesundheit – psychischer sowie physischer Art. Anerkennung, eine Verringerung des Arbeitsdrucks sowie mehr Eigenverantwortung und Flexibilität, so lautet nach neuesten Erkenntnissen das Erfolgsrezept, wenn es um das Thema Burnout-Prävention geht. Und genau hier sollten demnach die Schweizer Führungskräfte ansetzen, um der „Modekrankheit“ endlich den Garaus zu machen.

 

Dieser Artikel ist zuerst erschienen bei myjob.ch

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