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Agentur für Arbeit und Services GmbH
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Hopp Schwiiz
12.06.2018

Fussballbegeisterte Arbeitnehmende stehen wieder vor der Frage, wieviel sie während der Arbeitszeit von der WM mitbekommen werden. Für Verwirrung könnte sorgen, dass in Russland ganze 11 Zeitzonen existieren. Aber keine Sorge: Die Hauptstadt Moskau beispielsweise ist der Mitteleuropäischen Sommerzeit nur um eine Stunde voraus. Das gilt für die meisten Austragungsorte der WM-Spiele in Russland. Je weiter östlicher, desto grösser ist der Zeitunterschied. In Samara sind es zwei Stunden, in Jekaterinburg beträgt die Zeitverschiebung drei Stunden. Das eine oder andere Spiel wird zwangsläufig während der Arbeitszeit stattfinden (Die Vorrunden-Spiele der Schweiz werden alle abends ausgetragen, der Zeitunterschied beträgt bei diesen Spielen maximal 1 Stunde).  

Für Arbeitgeber zahlt sich eine kulante Haltung in der Regel aus. Es ist nämlich erwiesen, dass das gemeinsame Mitfiebern oder das Fachsimpeln im Büro dem Teamgeist förderlich ist.  Gerade das Erleben von Spannung, von Situationen mit ungewissem Ausgang kann für eine positive Grundstimmung sorgen, ebenso der Tausch von Panini-Bildern oder das Abschliessen von Büro-Wetten. Und so manche Bürokollegen entdecken, dass sie über die Arbeit hinweg Gemeinsamkeiten haben. Die Teamentwicklung wird schliesslich nie nur durch die Zusammenarbeit auf der fachlichen Ebene geprägt. Gemeinsames Fussball schauen kann dem Betriebsklima also durchaus zuträglich sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob das im Büro passiert oder ob man sich zum Public Viewing verabredet.

Aber klar: wer wegen der Fussballspiele eine Arbeit nicht termingerecht abgeben kann oder unkonzentriert bei der Sache ist, delegiert sich gleich selber ins Abseits, vorbildlicher Teamgeist hin oder her. Ein Sonderfall ist es offenbar, wenn die WM oder EM im eigenen Land stattfindet – dann entwickeln selbst Fussballmuffel eine gewisse Begeisterung für den Sport. An der WM 2006 in Deutschland sollen unsere Nachbarn einen Produktivitätsverlust von 0,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts erlitten haben, wie damals die Universität Hohenheim berechnete.

 

Nachfolgend eine Art Büro-Knigge für die Fussball-WM, die vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 in Russland ausgetragen wird:

Ist Fussball schauen während der Arbeitszeit erlaubt?

Es besteht natürlich kein rechtlicher Anspruch aufs Fussball gucken während der Arbeit. Am einfachsten haben es jene, die ihre Arbeitszeit frei einteilen und gleitende Arbeitszeiten haben. Diese können die verpasste Arbeitszeit einfach nach- oder vorholen. Sobald aber eine Präsenz- beziehungsweise Arbeitspflicht zu bestimmten Zeiten erforderlich ist, gucken Fussballfans in die Röhre. Sind die Vorgesetzten fussballinteressiert, ist die Möglichkeit allerdings gross, dass sie ein Auge zudrücken. Definitiv unangebracht ist der Bierkonsum während der Arbeitszeit. Und bei aller Euphorie sollte nicht vergessen werden: Es gibt auch Menschen, die sich überhaupt nicht für Fussball interessieren.

Sind Tippspiele im Büro erlaubt?

Tippspiele machen Spass. Wer auf Nummer sicher gehen will, organisiert dies privat unter Bürokollegen, aber die wenigsten Firmen dürften etwas dagegen haben, wenn im Büro das Tippfieber ausbricht. Das Lotteriegesetz ist jedenfalls kein Hindernis für solche Gewinnspiele, sofern die eingesetzten Beträge am Ende wieder an die Teilnehmenden zurückfliessen oder auch nur an einen einzigen Gewinner.  Wenn der Veranstalter eines solchen Tippspiels keine Profite daraus zieht, handelt es sich nämlich nicht um eine gewerbsmässige Veranstaltung. 

Zum Public Viewing trotz Krankheit?

Wer krankheitshalber nicht arbeiten kann, hat auch an einem Public Viewing nichts verloren. Wer dabei erwischt wird, muss mit einer Verwarnung oder sogar mit einer Kündigung rechnen.

Kurzfristig frei nehmen?

Von Gesetzes wegen kann der Arbeitgeber den Zeitpunkt der Ferien bzw. der freien Tage bestimmen, er muss dabei aber Rücksicht nehmen auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden.  Aus betrieblichen Gründen kann also der Wunsch nach kurzfristigen freien Tagen verweigert werden. Das gilt insbesondere dann, wenn andere bereits schneller waren.

Mit Fanbekleidung ins Büro?

Wer Kundenkontakt hat, verzichtet besser auf Fanbekleidung. Aber auch wo eher strenge Kleidervorschriften herrschen, ist das Fussballtrikot fehl am Platz. Wobei es natürlich auch auf die Umstände ankommt. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob die Schweiz ein Vorrunden-Spiel gewonnen hat oder Weltmeister geworden ist. Es stellt sich allerdings nicht nur die Frage nach Businessknigge-Konformität, sondern auch nach Sicherheit: Wer Maschinen bedienen muss, lässt den Fan-Schal natürlich zu Hause.

Quelle myjobs.ch

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